Digitales Röntgen / Radiographie / Projektionsradiographie / Durchleuchtung

Digitales Röntgen

Die Röntgenuntersuchung hat trotz der ständigen Weiterentwicklung der Schnittbildverfahren (MRT, CT) nach wie vor einen festen Stellenwert in der Radiologie. Vor allem die Lunge (sog. Röntgen-Thorax-Aufnahmen), Knochen und Gelenke gehören zu den Bereichen, die mit der Radiographie am häufigsten untersucht werden.  Hierbei geht es z.B. um die Diagnose von Lungenentzündungen, Lungentumoren, Knochenbrüchen oder Gelenkveränderungen (z. B. Arthrose). Häufig liefert ein Röntgenbild die ersten Hinweise auf Erkrankungen, die dann mit einem Schnittbildverfahren weiter abgeklärt werden können.

Phlebographie

Mit jodhaltigem Kontrastmittel, das in eine Vene gespritzt wird, können wir auch die Venen selbst (sog. Phlebographie) darstellen und untersuchen. Bitte informieren Sie uns unbedingt, wenn Sie gegen Jod allergisch sind, eine Schilddrüsenüberfunktion haben oder bei Ihnen jemals ein Morbus Basedow diagnostiziert wurde.

Ösophagusbreischluck

Wir führen auch Untersuchungen der Speiseröhre (Ösophagus) mit Kontrastmittel durch (sog. Breischluck / Ösophagusbreischluck oder Ösophagogramm). Hierzu trinken Sie kleine Schlucke eines aromatisierten Kontrastmittels, das Barium enthält und dadurch im Röntgenbild sichtbar wird. Wir können sozusagen live auf dem Bildschirm den Weg des Kontrastmittels vom Mund durch die Speiseröhre in den Magen verfolgen. Wir können dadurch Krankheiten der Speiseröhre erkennen oder ausschließen. In vielen Fällen wird der Ösophagusbreischluck durch eine ÖGD (Ösophagogastroduodenoskopie, sog. Magenspiegelung) durch einen Gastroenterologen ergänzt, insbesondere dann, wenn wir beim Ösophagusbreischluck Auffälligkeiten feststellen. Das Wort "Brei" deutet übrigens auf die ewtas breiartige Konsistenz des Kontrastmittels hin.

Für diese Untersuchung müssen Sie nüchtern sein, d.h. Sie dürfen mindestens 8 Stunden vor der Untersuchung nichts mehr essen. Sie dürfen aber trinken und Ihre Medikamente wie gewohnt einnehmen.

Das verwendete Kontrastmittel ist frei von Jod und kann bedenkenlos von Patient*innen mit Jodallergie oder Schilddrüsenüberfunktion getrunken werden.

Weitere Informationen und Formulare für Ihre Untersuchung finden Sie hier.

Strahlenbelastung

Die Strahlenbelastung bei eine Röntgenuntersuchung wird durch verschiedene Mechanismen auf ein Minimum begrenzt. Eine wichtige Rolle spielt dabei die sog. Belichtungsautomatik: Das Gerät strahlt nur solange, wie es für eine ausreichende Bildgebung auch notwendig ist. Das macht vor allem deshalb Sinn, weil z.B. für Erwachsene eine höhere Strahlendosis als für Kinder notwendig ist, um aussagekräftige Bilder zu erhalten. Auch die Computertomographie und Mammographie werden mit Röntgenstrahlen durchgeführt, funktionieren aber nach anderen technischen Prinzipien.

Weitere Informationen zur Strahlenbelastung finden Sie hier.

Brauche ich einen Termin für eine Röntgenuntersuchung?

Grundsätzlich ja. Es gibt aber dringende Fragestellungen, mit denen Sie auch unmittelbar zu uns kommen können. In solchen dringenden Fällen ruft uns meist Ihr Überweiser direkt an um uns die Dringlichkeit mitzuteilen. Sie können dann in aller Regel sofort, ohne Termin, zu uns kommen. Wen Sie selbst uns um einen Termin bitten prüfen wir natürlich anhand Ihrer Angaben auch, ob die Untersuchung sofort gemacht werden muss oder ob wir Ihnen in den nächsten Tagen einen Termin geben können. Die Wartezeiten auf einen Röntgentermin bewegen sich in aller Regel zwischen einem und fünf Arbeitstagen, sind also sehr kurz.

Rufen Sie uns grundsätzlich an, bevor Sie einfach in die Praxis zum Röntgen kommen. Sonst war Ihr Weg möglicherweise umsonst. Es gibt auch Tage an denen das Röntgengerät außer Betrieb ist, zum Beispiel bei einer turnusmäßigen und vorgeschriebenen Wartung.

Unseren Online-Termin-Service finden Sie hier.

Hinweise für adipöse Patienten

Der Untersuchungstisch unserer Röntgenanlage kann bis zu 220 kg Patientengewicht tragen. Nur bei wenigen Untersuchungen liegen Sie mit dem ganzen Körper auf dem Untersuchungstisch, sodass wir einzelne Untersuchungen (z.B. der Hand oder des Ellenbogens) auch bei Patienten mit einem Körpergewicht über 220 kg durchführen können. Teilen Sie uns bei der Terminvereinbarung die gewünschte Untersuchung und Ihr Körpergewicht mit. Wir werden Sie dann beraten, ob wir die Untersuchung durchführen können. Seien Sie bitte bei der Angabe Ihres Körpergewichts absolut ehrlich. Wenn das zulässige Patientengewicht der Röntgenanlage überschritten wird, können kostspielige Schäden entstehen.